Wärmedämmung – zu Recht in der Kritik?

Schimmelbildung, Brandgefahr, Entsorgungsprobleme – Wärmedämmung ist in der Öffentlichkeit immer wieder massiver Kritik ausgesetzt. Das verunsichert viele Hausbesitzer. „Die meisten Vorwürfe und Ängste sind unbegründet“, versichert Hans Weinreuter, Energieexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Auch die Ende letzten Jahres zeitweise bestehenden Entsorgungsprobleme bei älteren Polystyrolplatten sind kein Grund, auf Dämmmaßnahmen zu verzichten.“

Die Vorurteile gegenüber einer Wärmedämmung reichen von Schimmelbildung über vermeintlich zu dichte Häuser bis hin zu vermehrter Algenbildung auf gedämmten Hauswänden. Angeblich wäre es von großem Nachteil, wenn die Dämmung im Winter verhindert, dass die Sonneneinstrahlung die Wände erwärmt, und Wände könnten auch nicht mehr atmen. Zusätzlich werden der Einspareffekt und die Wirtschaftlichkeit von Dämmmaßnahmen in Frage gestellt. Nicht zuletzt die Angst vor erhöhtem Brandrisiko und die Frage der späteren Entsorgung werden gegen die Dämmung ins Feld geführt. „Die allermeisten bauphysikalischen, ökonomischen und ökologischen Fragen sind ausreichend diskutiert und geklärt. Grundsätzliche Bedenken gegen die Dämmung von Gebäuden sind daher unbegründet“, stellt Weinreuter klar.

In der aktualisierten Neuauflage der 16-seitigen Broschüre „Wärmedämmung – spricht was dagegen?“ nimmt die Verbraucherzentrale die zehn häufigsten Vorurteile unter die Lupe und erklärt die technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Zusammenhänge rund um die Wärmedämmung. Dank der finanziellen Unterstützung durch das rheinland-pfälzische Umweltministerium ist die Broschüre kostenlos in allen Beratungsstellen und bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Mainz erhältlich.

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